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Osterbräuche und -veranstaltungen
05.03.2026

Von Palmbesenbinden bis zum Eierpecken

So feiert Südtirol Ostern

Stolz tragen die Kinder ihre kunstvoll geschmückten Palmbesen zur Weihe in die Kirche. Am Palmsonntag beginnt in Südtirol eine Woche voller Rituale, die von Generation zu Generation überliefert werden.

Die zarten Strahlen der Frühlingssonne fallen durch das Fenster auf die Großmutter. Gekonnt bindet sie die Weidenkätzchen und Olivenzweige an einen Holzstock. Der Enkel wickelt bunte Seidenbänder um die Zweige. Draußen tropft das Schmelzwasser rhythmisch vom Dachfirst. Der Frühling klopft immer lauter an.

Am Palmsonntag tragen die Familien ihre kunstvoll geschmückten Palmbesen durch die Gassen. Einer schöner als der andere.  In der Kirche riecht es nach Weihrauch. Der Pfarrer besprengt jeden Besen mit geweihtem Wasser. Später wandern die gesegneten Zweige hinter den Herrgottswinkel. So will es die Tradition. Braut sich ein Gewitter zusammen, landet ein Büschel mancherorts im Herdfeuer. Der Rauch soll das Unheil abwenden.

Am Gründonnerstag qualmt Wasserdampf aus den Töpfen. Zwiebelschalen färben das Wasser kupferrot, rote Beete hingegen dunkel wie Rotwein und Kräuter saftig grün. Die Eier tauchen ein und kommen kunterbunt heraus: kupfern, bordeauxrot, moosgrün. Die Kinder ritzen mit Nadeln und Zahnstochern Linien und Muster in die noch warmen Schalen. Manche wickeln die Eier in alte Spitzentücher, damit sich das Muster einprägt wie eine Tätowierung. Wie auch immer – am Gründonnerstag bleibt kein Ei weiß.

Der Karfreitag ist der stillste Tag der Woche. Ein Tag zum Innehalten, zum In-sich-Einkehren. Keine Kirchenglocken. Kein Fleisch auf dem Tisch. In den Stuben brennt eine Kerze. Im Gedenken an Jesus, der an diesem Tag gestorben ist und dessen Auferstehung am Ostersonntag gefeiert wird – mit selbstgebackenem Osterbrot, Osterschinken, Kren, süßem „Fochaz“, jeder Menge Schokolade und einer ganz besonderen Sportart:  das „Eierpecken“. Zwei nehmen je ein Ei, klopfen Spitz gegen Spitz. Klack. Eines bricht. Dann die runden Seiten. Klack. Wessen Ei ganz bleibt, der ist der Held des Tags.

Wer Land und Leute näher kennenlernen will, der sollte dem Ostermarkt in Bruneck einen Besuch abstatten. Die mittelalterliche Stadt ist rund 20 Minuten von den Molaris Lodges entfernt. Ein Wochenende lang verwandelt sich der Rathausplatz in ein Freiluftatelier: Über 50 Kunsthandwerker zeigen, was in ihren Werkstätten entsteht. Die Musikkapellen spielen auf, die ersten Osterkonzerte erklingen über den Platz und begrüßen den Frühling.

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