Die Berge als Atelier
Unterwegs mit Aquarellblock und Kamera
Almwiesen im Morgenlicht, jahrhundertealte Hütten, weite Panoramen: Rund um Mühlbach wartet auf Fotografen und Maler ein Paradies an Motiven.
Die Almenregion Gitschberg Jochtal ist ein Ort, der kreative Menschen seit jeher anzieht. Das goldene Licht, das am frühen Morgen die Almwiesen streift. Die messerscharfen Silhouetten der Pfunderer Berge gegen den Morgenhimmel. Die Holzstruktur einer jahrhundertealten Hütte der Fane Alm, das Moos zwischen den Steinen, das tiefe Blau eines Bergsees. Wer mit aufmerksamem Blick unterwegs ist, entdeckt mit jedem Schritt ein neues Motiv. Manchmal lohnt es sich, das Klettersteigset oder die Trailrunningschuhe im Zimmer zu lassen und stattdessen mit Kamera oder Aquarellblock loszuziehen.
Fotografen finden hier Licht, das keine Nachbearbeitung braucht. Das Altfasstal oberhalb von Meransen lädt zu ruhigen Morgenstreifzügen ein – das Wasser des Bachs als Leitfaden, die Stille als Begleitung. Wer den Gitschberg mit der Bergbahn erreicht, blickt von der Bergstation weit über das Pustertal. Und findet mit etwas Geduld den richtigen Augenblick: Wenn die Wolken ihre Schatten über die Wiesen schicken, wenn ein Almrind den Kopf hebt, wenn das Licht kippt.
Auch Malfreunde finden hier ihre Bühne. Ein Aquarellblock auf den Knien, der Blick in die Landschaft. Der Milchsteig mit seinen Schautafeln und dem Blick auf die Zingerle Hütte liefert die ideale Kulisse. Und dann ist da noch die Fane Alm selbst: das schönste Almendorf Südtirols, fast schwarzes Holz, eine kleine Kapelle. Hier vergisst man die Zeit – bis der Duft von Schlutzkrapfen und Knödeln zur Einkehr lockt.
Das Schöne an einem kreativen Tag in den Bergen: Er entschleunigt. Man schaut hin, statt einem Ziel nachzujagen. Man nimmt wahr, was sonst im Vorbeigehen verloren geht. Abends, wenn die Farben des Lichts noch nachglühen und die Eindrücke langsam sacken, wartet in den Molaris Lodges der perfekte Ausklang. Das Molaris Spa, ein Pool mit Bergblick, die Genießer-Dreiviertelpension – und der stille Gedanke, dass das nächste Motiv bereits morgen früh wartet.





